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Tags und Kategorien


Seitdem Blogs auch in Deutschland ihren Siegeszug bestreiten, trifft man auch hier immer öfter auf Tags.

Was sind Tags

Ganz einfach, mittels Tags kann man den Inhalt seines Artikels einordnen. Im Prinzip ist es eine andere Form von Keywords. Wo ist nun der Unterschied zwischen Kategorien? Mittels Kategorien ordnet man doch üblicherweise seine Artikel ein? Aber Tags bieten mehr Flexibilität als Kategorien, bei einer Kategorie muss man sich festlegen, da fällt die Einordnung manchmal schwer, Tags lassen sich immer wieder ändern und spezialisieren. Man kann die Wörter finden, die den Artikel direkt beschreiben.

Warum sind Tags nützlicher

Die Stichworte sind hier Spezialisierung und Nische. Kategorien kann man nicht so speziell fassen, dann würde die Anzahl der Kategorien explosionsartig steigen. Ausserdem erhöht sich die Usability mit Tags - die User finden Artikel, die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Prinzipiell kann man auch sagen, das Tags eine weitere Eben in der Struktur der Website sind. Die Kategorien geben eine Grobeinteilung, Tags dann eine speziellere Einteilung.

Zusatznutzen von Tags als Keywords

Zudem kann man die Tags auch unmittelbar als Keywords nutzen, also einmal anlegen und doppelt nutzen. Dazu empfehle ich den Artikel Alles eine (Tag-)Wolke der Expertinnen, diese erklären sehr schön welches Plugin man benötigt und wie es in die Wordpress-Installation eingebunden wird.

Warum werden Tags ihren Wert verlieren

Leider haben nun auch Spammer den Nutzen von Tags erkannt und die Social Bookmarking Dienste werden mit Müll überschüttet. So langsam bewegt sich alles immer weiter Richtung Googles Problematik, als die Suchmaschine durch Keyword-Stuffing enorm an Qualität eingebusst hat.

Wie die Social Bookmarking Websites den Verfall der Tags verhindern können

Durch Filterprozesse. Leider erweist sich das als schwierig (nicht umsonst dauerte es bei Google so lange). Bleibt auch die Frage ob sich die Social Bookmarking Dienste die Kapazitäten für diese Filterprozesse leisten können. Eine Alternative (wenn auch kritisch) ist ein Filterprozess von Usern - Websites würden demnach als negativ bewertet, die das was sie über die Tags versprechen nicht liefern können.
Wie man im Endeffekt nun die Tags bewertet und filtert steht noch nicht fest - Filterprozesse müssen aber definitiv her, denn auf Dauer werden die Social Bookmarking Dienste sonst mit Tag-Spam überladen sein.

Tags, Social Bookmarking, Tag Spam


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  3. Nützliche Tags
  4. Bookmarkdienste, Domains und Web 2.0
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am Februar 11, 2006 um 16:32 Uhr | in Allgemein | 7 Kommentare

1 Trackbacks/Pingbacks
  1. Pingback: Bookmarks & Favoriten sichern,verwalten, exportieren, importieren, speichern und sortieren online on März 12, 2006

6 Kommentare
  1. Gerd, März 6, 2006:

    Hm, nicht wirklich überzeugend, diese Unterscheidung zwischen Tags und Kategorien. Ich halte beide Begriffe hier für identisch. Bei einer Kategorie muss man sich festlegen. Bei einem tag auch. Da fällt die Einordnung manchmal schwer. Bei einem tag auch. Tags lassen sich immer wieder ändern und spezialisieren. Kategorien auch. Man kann die Wörter finden, die den Artikel direkt beschreiben. Stimmt. Aber ob man die dann tag oder Kategorie oder nennt, ist Jacke wie Hose. Es sind Wörter, die den Artikel beschreiben. Nicht mehr und nicht weniger. Im Grunde eine Banalität, die sich als Web 2.0 aufplustert.

  2. Christian Strang, März 6, 2006:

    Du kannst aber Tags für jeden Artikel spezifizieren, das läßt sich bei Kategorien nicht machen, ausserdem sollte die Zahl der unterschiedlichen Kategorien begrenzt sein, denn ein Menü mit mehr als 40 Einträgen benutzt keiner.

  3. Gerd, März 6, 2006:

    Moment, du wirfst hier verschiedene Dinge zusammen, die nicht zwangsläufig zusammengehören. Man muss mit Kategorien nicht unbedingt ein Menü konstruieren. Und sicher kann ich auch ebensoviele Kategorien wie tags anlegen, wenn mir danach ist. Du kennst sicher auch die Wikipedia. Dort sind ja unter jedem Artikel auch mehr oder weniger viele tags. Nur nennen sie sich dort “Seitenkategorien”. Sie werden auch nicht zur Menüsteuerung benutzt, nur zur Kennzeichnung gleichartiger Artikel. Vielleicht wird an diesem Beispiel klarer, warum ich beide Begriffe für austauschbar halte. Oder nimm delicious. Wenn ich dort meine links tagge, weise ich sie Kategorien zu.

  4. Christian Strang, März 6, 2006:

    Na gut, es ist sicherlich immer eine Interpretationssache, ich will hier auch noch etwas deutlich machen: Nur weil ich hier was schreibe, heißt es nicht das es stimmt, bzw es kann natürlich jeder seine eigene Meinung haben. Aber vielen dank für deine Meinung!

  5. Siegfried, März 7, 2006:

    Hi,
    mag sein, daß diese Unterscheidung nicht zwingend ist, aber irgendwie muß man das Baby ja nennen. Und wenn man Tags als Liste von Stickwörtern auffasst und Kategorien als eine hierarchische Einordnung, dann macht das schon Sinn. Die Unterscheidung impliziert, daß ein Objekt beliebig viele Tags haben kann, jedoch nur einer Kategorie angehört. Man kann die Benennung dieser Denkweisen anzweifeln. Natürlich könnte ich als Fachbegriff für die Verschlagwortung auch “blumpfglup” wählen, und als Fachwort für die Einordnung in eine Kategroie “hupfdagixtop” nennen. Aber was soll’s, warum nicht einigermaßen etablierte Begriffe verwenden und deren Bedeutung einigermaßen sinnvoll präzisieren? Wie gesagt, irgendeinen Namen braucht das Baby schließlich.

  6. Haschek, März 13, 2006:

    Ich denke, wer sich für den Unterschied zwischen Tags und Kategorien interessiert, sollte sich zwangsläufig mit Ontolgie (z.B. Modelle wie GOL oder GFO, siehe auch http://www.onto-med.de/) beschäftigen. Da ist wissenschaftlich wahrscheinlich mehr rauszuholen als bei einer Unterscheidung “aus dem Bauch heraus”. Ich würde es eher so interpretieren: Tags und Kategorien sind etwas völlig unterschiedliches. Kategorien sind Abstrakta, definieren durch festgelegte Eigenschaften auf abstraktem Weg eine Menge (z.B. an Artikeln). Im Gegensatz zur Klasse, welche sich durch die konkreten Individuen in der Menge ergibt. Tags hingegen würde ich eher als Attribute auffassen. Mit solchen Attributen könnten dann auch Kategorien abstrakt definiert werden.

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