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Lest ihr noch oder skippt ihr schon?


In langen Artikeln lassen sich viele Informationen vermitteln und ein Thema gut abrunden, aber ich selbst “skippe” häufig einen langen Artikel (die erste Bewegung erfolgt mit dem Scrollrad ans Ende des Artikels). Wenn mich die Überschrift nicht besonders fängt, wird der Artikel meist nicht gelesen. Glücklicherweise gibt es social bookmarks und ich kann einen geskippten Artikel dort manchmal wiederfinden und weiß dann das er die Lesezeit wert ist, doch wie kann ein Autor generell die Zahl seiner Leser erhöhen, ohne auf social bookmarking angewiesen zu sein?

  • Farblich/Optisch hervogehobene Zusammenfassung des Artikel am Anfang, am besten in Form einer Liste -> die wichtigsten Aussagen/Ziele des Artikels herausstellen
  • einen langen Artikel als Serie veröffentlichen und den Artikel aufspalten
  • Alles streichen was nicht wichtig ist
  • Und nochmal streichen
  • ein Script einbauen welches anzeigt wieviele Wörter der Artikel hat und wie lange ein durchschnittlicher Leser dafür braucht (laut wikipedia braucht der durchschnittliche Leser lesen etwa 250 Wörter pro Minute.)
  • und zu guter letzt: nochmal streichen

Selbst Hardcore-”Leser” werden von Artikeln abgeschreckt, die über 3 Scrollseiten herausragen, Information ist zwar wichtig, aber doch bitte in kurzer und kompakter Form.

Zur Info: die beiden Motivation, welche bei langen Artikeln kollidieren sind Neugier und Bequemlichkeit. Wir wollen zwar die Information, aber Zeit ist ebenso ein kostbares Gut.


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am September 12, 2006 um 15:50 Uhr | in Allgemein | 4 Kommentare


4 Kommentare
  1. John Wrana, September 12, 2006:

    Das mit den kurzen Texten ist ja alles richtig und schön. Aber es gibt meiner Meinung nach noch genügend Leute im Netz, die auch mal ausführlichere Informationen lesen möchten (ich z.B.) und nicht immer nur Short-Stories mit 2-3 Links drin.

    Manche Thematiken lassen sich einfach nicht kurz fassen und ehrlich gesagt wäre es auch schade drum. Z.B. dieser Artikel hier:

    http://contactsheet.de/ist-die-webtypographie-zu-retten.xhtml

    der ist eigentlich noch zu kurz.

    Will sagen: man liest immer wieder wieviel noch nicht zu viel ist. Bleibt bei max. 250 Wörtern usw. -> Ich würd mich daran nicht zu sehr festklammern.

    Gruß

  2. Christian Strang, September 12, 2006:

    Stimmt, man kann nicht alles in 250 Wörtern packen, manche Themen müssen einfach in einer “angemessenen” Länge abgehandelt werden.

    Ich habe auch nichts gegen lange Artikel nur weiß ich aus eigener Erfahrung das diese seltener gelesen werden, durch eine entsprechende Aufbereitung kann man aber seinem Artikel zu mehr Lesern verhelfen.

  3. John Wrana, September 12, 2006:

    Stimmt. Wobei… das hier:

    einen langen Artikel als Serie veröffentlichen und den Artikel aufspalten

    hatte ich glatt überlesen. ;) Auch eine gute Variante.

  4. Christian Strang, September 12, 2006:

    Im Endeffekt liegt es einfach beim Autor, ein Blog in dem nur sehr lange Artikel erscheinen (2000 Wörter pro Artikel) und bei dem die Leser des Blogs wissen, “worauf sie sich einlassen”, kann durchaus auf das splitten in mehrere Artikel verzichten. Ein Blog der sonst nur kurze Artikel veröffentlicht (vielleicht Hinweise darüber was in der Blogosphäre passiert), der sollte bei langen Artikeln die obigen Punkte beachtet, damit die Leser seinen Artikel auch mit “lesen” würdigen.

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