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Podcast – das Contentmedium der kommenden Jahre


Ich beschäftige mich im Moment mit Podcasts und dem podcasten selbst und da kam mir eine Idee wie sich das Web als Präsentationsmedium für Informationen eventuell entwickeln wird. Kann gut sein das sich das schon jemand überlegt hat, aber ich spinn jetzt einfach mal los:

Podcasting
Podcasten kann mittlerweile jeder ohne große Probleme (ob sie qualitativ sind ist wiederum eine andere Frage) und sie bieten einige entscheidende Vorteile:

  • über Podcasts lassen sich schwere-verständliche Sachverhalte leicher vermitteln
  • die Bereitschaft der User ist viel größer sich lange Inhalte anzuhören (ein Podcast mit einer 30 minütigen Länge wird eher “konsumiert” als ein Artikel mit 5000 Wörtern)
  • man ist unabhängig von einem Computer – man kann sich den Podcast auf sein bevorzugtes MP3-Abspielgerät laden und dann unterwegs, zum Beispiel im Auto, anhören

Skype
Mit Skype kann man kostenlos über das Internet telefonieren, quasi wie ICQ, MSN usw. nur in auditiver Form. Die Software ist leicht zu installieren und kostenlos (weshalb sie sich schnell verbreitet). Da man ein Mikrofon meist schon für 10 Euro erhält und in fast jedem Notebook ein Mikrofon integriert ist, gibt es nur sehr geringe Einstiegs-Hürden. Ein enormer Vorteil ist die Möglichkeit mit mehreren Leuten “gleichzeitig” zu telefonieren, quasi ein Auditives-Online-Meeting.

Telefon-Interviews und Expertenwissen
Nun sind die Informationen die eine Person liefert schon recht interessant, die Qualität und dadurch der Mehrwert für den Besucher erhöht sich allerdings, wenn mehrere Personen über ein Thema diskutieren. Wenn sich zum Beispiel 2 Web-Experten über den Bereich Usability unterhalten gibt es einigen Gesprächsstoff. Für viele Themen ist ausserdem die Sichtweise einer einzelnen Person absolut nicht ausreichend. Dadurch bieten sich Diskussionen durchaus an, der Hörer kann sich somit seine eigene Meinung bilden und muss nicht zwangsläufig einem einzigen Autor glauben. Ein sehr schönes Beispiel dafür ist das Interview mit dem Gründer und Betreiber von Plentyoffish.com

Professioneller Austausch von Content
Ich weiß nicht wie weit sich Google schon darüber Gedanken gemacht hat diese auditiven Formen von Informationen im Google Index zu verankern, aber mit der Zeit wird dies definitiv nötig werden. Immer mehr Internetnutzer werden im Laufe der Zeit nach Podcasts mit speziellen Inhalten suchen. Wie man an dieser Grafik sehen kann steigt die Suche nach Podcasts rapide an:


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am Mai 23, 2006 um 10:16 Uhr | in Allgemein | 8 Kommentare

1 Trackbacks/Pingbacks
  1. Pingback: Basic Thinking Blog » Podcasting: Wie und Wozu on Mai 23, 2006

7 Kommentare
  1. Christian Fischer, Mai 23, 2006:

    Ich bin da etwas zwiegespalten – die genanten Vortiele sind nicht von der Hand zu weisen.
    Aber:
    Wie konserviere ich den interessanten Hinweis aus dem hoch interessanten Fach-Podcast bei Minute 2:38?
    Einen Abschnitt aus Website / Newsletter / Feed ziehe ich in meine persönliche Datenbank / Word-Dokument mit Tipps oder in eingeeignetes BrowserPlugIn.
    Das ist durchsuchbar ujnd läßt sich von mir ordnen, taggen oder sonstwie verarbeiten.
    Wie mache ich das mit Podcasts?
    Das muss die Technik noch einiges leisten – und wir lernen ja alle gerade erst, mit Tags und Scrapbooks usw umzugehen.

  2. macx, Mai 23, 2006:

    Du kannst enhanced-Podcasts herstellen. Mit diesen kannst du jedes Thema mit einem Bild hinterlegen und sogar Links schalten, zu weiterführenden Infos. In der nächsten Technikwürze-Sendung frage ich die Hörer einmal, was sie bevorzugen.
    Einziger Nachteil: Solche Podcasts sind AAC und nicht MP3, und manche MP3-Player können leider keine AAC spielen.

  3. Last, Mai 23, 2006:

    @Fischer: So wie Du es auch im Hörsaal gemacht hast. Papier und Bleistift.

  4. Christian Strang, Mai 23, 2006:

    @Christian Fischer: Ich denke aber das gerade in diesem Bereich ein starker Markt für innovative Ideen steckt. Nach dem Motto: “Speichere 2:38 – 2:50 oder so. Vielleicht ergeben sich dadurch auch Mp3-Player mit erweiterten Funktionen. Vielleicht sogar: “Ipod Share” man speichert interessante Ausschnitte aus einem langen Podcast und kann diese dann per WLan über den “Ipod Share” in seinen Blog stellen, also podcast-moblogging mit dem Ipod ;)

    Finde es recht spassig in diese Richtung etwas rumzuspinnen und vielleicht ergibt sich daraus ja für den ein oder anderen eine Geschäftsidee, wer weiß

    Oder so wie das David von macx angesprochen hat, die enhanced Podcasts

  5. Christian Fischer, Mai 24, 2006:

    @Last: naja, da dachte ich, ich wäre drüber weg und hätte den Kasten vor mir stehen, weil ich nicht mehr auf Zetteln, sondern in Dateien und nicht mehr mit dem Stift, sondern mit Copy’n'Paste etwas festhalten kann.

    Oder später – ich denke gerade mal an so etwas wie die praktischen vier Zeilen Code, die mir zB mein WordPress aufbohren – auch wieder per Copy’n'Paste weiterbenutzen kann.

    Da sehe ich halt eines der Probleme – auch wenn es da bestimmt eine Menge aufregender Neuentwicklungen geben wird.
    Aber da brauche ich ja schon eine Art voice2txt – OCR :-)

    Ein anderes Problem sehe ich aber auch noch da: Ich – und ich weiss, auch die meisten anderen – lesen ja gar nicht mehr, wir scannen doch alle nur noch nach interessantem. Damit eine Internetseite nicht mehr die 10 Minuten Lesedauer bekommen, die sie bräuchte, sondern schneller wieder weg ist.
    Aber ein 7-Minuten-Podcast dauert immer 7 Minuten. Jedenfalls, wenn man etwas verstehen will…
    Nee, ich fürchte, ich bin da nicht so überzeugt.

  6. Jan Tißler, Mai 24, 2006:

    Mh, da kommt es doch einfach auf die Anwendung, die Umsetzung und die Inhalte ankommt. Ich denke da so wie Christian: Das ist ein Format mit sehr viel Potenzial. Aber es verdrängt keine anderen Internet-Inhalte und bedient stattdessen eine weitere Zielgruppe.

    Und zum Ursprungs-Problem mit den Notizen: Der Podcaster könnte zu seiner Sendung eine kleine Doku mitliefern, so wie bei einer Schulung. Zumindest, wenn es ein Schulungs-Podcast ist. Wird beides per Weblog/RSS angeboten ist es leicht zu realisieren und zu nutzen. Zudem ist die textliche Zusammenfassung auch für Nicht-Hörer interessant, relevant für Suchmaschinen und kurzum eine Werbung für die ansonsten ja praktisch “unsichtbare” Sendung.

    So ein Schulungs-Podcast ist dann keiner, den man unbedingt unterwegs hören kann. Aber warum soll man jeden Podcast unterwegs hören können?

  7. Jan Tißler, Mai 24, 2006:

    Mist gebaut gleich im ersten Satz. *grrr* Ich gebe das Schreiben auf und werde Podcaster ;-)

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