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RSS und die Informationsflut


Nein, die Informationsflut gibt es auch ohne RSS, aber mittels RSS ist es uns viel leichter möglich selbst Opfer der Informationsflut zu werden. Ich merke das derzeit wieder an meinem Bloglines-Account (Webanwendung zur Verwaltung von RSS-Feeds), darin befinden sich derzeit 71 Feeds und das ist bei weitem noch nicht viel, reicht aber aus das ich alle 5 Stunden mindestens 50 neuen Themen/Beiträgen ausgeliefert bin. Gut, ich hab auch einige Foren abonniert die bekanntlich häufiger aktualisieren als große Webseiten oder viele Blogs. Dennoch, es ist nahezu unmöglich diese ganzen Feeds zu kontrollieren und die Artikel auch wirklich zu lesen.

Was ist die Folge von so vielen Informationen? Ich denke es gibt drei Stück:

  • Zeit ist Geld, wir verlieren Zeit weil wir die ganzen Informationen bewerten müssen (lese ich das oder nicht)
  • Wir verlieren den Fokus – Es ist so einfach, mit einem Klick ist der Feed abonniert und schon hat man pro Tag eine Nachricht mehr zu lesen. Noch weniger Zeit für das Erfassen aller Nachrichten bzw das Lesen einzelner
  • Wir übersehen für uns wichtige Informationen

Dabei sind sehr viele Informationen redundant oder einfach nur nutzlos. Generell verzichte ich daher beim abonnieren auf reine Newsbreaker, Blogs oder Webseiten (in der Regel aber Blogs) die einfach nur das nochmal aufgreifen was an anderer Stelle schon besprochen wurde. Dann sortiere ich meine Feeds so, daß die wirklich wichtigen Nachrichten und Blogs oben stehen (das geht bei Bloglines wirklich gut). Und dann entferne ich hin- und wieder einen Feed bei dem ich feststelle das ich die Artikel sowieso nicht lese.

Aber egal wie man es macht, meistens überfliegt man die etlichen Feeds und versucht innerhalb einer kurzen Sekunde zu entscheiden ob die Nachricht lesenswert ist oder nicht (daran erkenne ich mal wieder wie entscheidend ein guter Titel ist), dabei fliegt das meiste durch das Raster. Wenn dann noch ein guter Webmaster das Pech hatte für einen bombigen Artikel einen grottigen Titel auszuwählen, ist das Malheur passiert, er muss auf einen Besucher verzichten und ich auf Informationen die für mich wirklich von Bedeutung wären. Ein wirklich erfolgreiches Projekt könnte es also sein, einen Dienst zu programmieren, der Usern die Möglichkeit bietet, dass ihnen nur die Informationen angezeigt werden, für die sie sich interessieren und die für sie relevant sind.

Solch ein Dienst hat Adobe mit MyFeedz schon im Netz, schade eigentlich, wäre dies doch ein ideales Thema für meine Bachelorarbeit….


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am März 2, 2007 um 19:37 Uhr | in Allgemein | 5 Kommentare


5 Kommentare
  1. Elias, März 2, 2007:

    Das ist wohl war. Je mehr Blogs man kennt desto mehr Feeds hat man dadurch auch abonniert, mir geht es zu mindestens so.

    Und irgendwann kommt man einfach nicht mehr hinterher die ganzen Beiträge zu lesen, auch richtig. Da reicht es ja schon wenn man mal ne Woche Urlaub macht.

  2. lachsackbehälter, März 4, 2007:

    Bei mir ist es so, dass ich mir jeden Tag 1 Stunde Zeit nehme, um meine Feeds durchzuarbeiten. Habe mittlerweile auch mehr als 80 abonnierte Feeds, daher ist das schon recht knapp. Bei interessanten Artikel, für die ich keine Zeit habe wird bei Bloglines “Kepp New” angeklickt. Am Wochenende schaue ich mir dann alle “Keep New” Artikel nochmal an, lesen oder löschen ;)

    Aber es ist wirklich schwer. Blogs die täglich mehrere Artikel veröffentlichen gehen bei mir öfters unter.

  3. Karl, April 2, 2007:

    Ja ja, in der RSS-Informationsflut kann man sehr schnell ertrinken. Ich hatte auch mal Unmengen an tollen Feeds und Podcasts drin. Daraus ergaben sich viele Artikel, Tutorials, Services, usw, die ich mir anschauen wollte. Es ist aber unmöglich alles was interessant ist zu verfolgen. Als es zum Dauerzustand wurde über 1.000 ungelesene Feed-Einträge zu haben, hab ich beschlossen endgültig was zu unternehmen. Mittlerweile hab ich meine Feedliste auf knapp 15 Feeds reduziert, wobei die Hälfte davon eher wöchentlich was neues rausbringen. Es ist wirklich viel angenehmer nicht dermaßen mit Infos zugeschüttet zu werden. Man bekommt durch das Ausmisten einen klaren Kopf und kann sich wieder auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Weniger ist oft mehr!

  4. Johannes Vogelhuber, Juni 13, 2007:

    Man wird heutzutage immer mehr überflutet – ich denke es ist momentan viel wichtiger, die Spreu vom Weizen zu trennen. Ich hab mir die RSS Feeds gar nicht erst angewöhnt. Dafür erhalte ich zB einen Newsletter, der mir neue Beiträge aus verschiedenen Foren anzeigt (Thema Suchmaschinen Optimierung), der kommt einmal am Tag, und ich sehe nur die Headlines, und kann dann gezielt Beiträge ansehen.

    Das spart enorm viel Zeit, wenn ich an früher denke und in alle rund 10 Foren zu diesem Thema mich täglich einloggen musste, und dann nach allen neuen Beiträgen nachsehen.

    …arbeiten sollte ich ja auch noch etwas ;-)

  5. Holger Irsigler, Oktober 15, 2007:

    Speziell in unserer Branche ist es wichtig immer mit Google und Co auf Schritt und Tritt zu bleiben. Ich lese am liebsten SEO und SEM seiten aus England und der US – die sind einfach sieben Jahre vorraus!

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