Struktur die entscheidet - mehr zufriedene Besucher durch Textformatierung
Wenn ich einen Text lese (und glaubt mir, ich lese viele Texte) dann hat sich der Artikel schon bewährt, bevor ich nur eine Zeile gelesen habe. Dies hat gewaltig mit der Struktur des Artikels zu tun, wenn ich vor mir einen zusammengebastelten Haufen an Text sehe, ohne Formatierung und dann am besten noch über tausend Wörter, kann man den Cursor meiner Maus sicher und zielstrebig auf den EXIT-Button der Website zuwandern sehen.
Anders verhält es sich mit Artikeln die semantisch durchstrukturiert sind, also Absätze und Überschriften und das ein oder andere Wort fett, bzw. kursiv hervorgehoben haben. Dadurch erleichtert sich mir das erfassen der Informationen und wenn mein Blick mal abschweift, kann ich über diese Angelpunkte leicht wieder in den Text hineinfinden.
Xhtml bietet zur Auszeichnung des Contents folgende Tags:
- <p> - Paragraph, ein Abschnitt wird zusammengefasst, davor und danach befinden sich leerräume
- <h1> usw. - Überschriften kennzeichnen, sollte eher benutzt werden als <b> oder <strong> da logischer
- <strong> - Kennzeichnet ein Wort / Satz als wichtig und äußert sich in einer “fetten” Schreibweise
- <blockquote> - will man einen fremd-Text in den eigenen Artikel einbinden, sollte man dies mit dem blockquote kennzeichnen, ansonsten kann es zu Verwirrung führen, wenn man dies nicht deutlich aus dem Zusammenhang hervorgeht
- und weitere Tags zur Formatierung
Die Psychologie beim lesen von Webseiten
Es gibt 3 entscheidende Prozesse:
- Scannen - die Seite wird kurz erfasst (siehe Artikel 50 Millisekunden) und Contentbereiche erkannt
- Scimmen - Bilder werden erfasst und der Artikel kurz analysiert (nur vom Aufbau)
- Lesen - Man liest den Artikel
Gerade in der Phase des Scimmens verlassen viele Besucher die Website oder die Seite mit dem Artikel wieder, weil er unterbewußt einfach unattraktiv aufgebaut ist (bei fehlender semantischer Auszeichnung). Darin können noch so nützliche Dinge stehen, der Besucher wird sie nie erfahren und somit ist der Sinn des geschriebenen Contents hinfällig.
Das liegt an der begrenzten Zeit, die wir auf die Informationssuche im Internet verwenden wollen und auf das Unwollen, viele Informationen aufzunehmen. Der Mensch will lieber kurze, knappe Infos ohne große Umschweife und direkt auf den Punkt, ein unformatierter, großer Artikel vermittelt uns mehr die Seite in einem Buch, anstatt die knappe, informationsgeladene Webseite.
Überschriften erfassen den Inhalt
Mit Überschriften kann man dem Besucher schonmal eine Vorahnung geben, um was es sich in diesem Abschnitt handelt. Liest man zum Beispiel eine Zusammenfassung zu AJAX und kennt schon die Geschichte dazu, kann man bei korrekter Auszeichnung diesen Part überspringen und Zeit sparen. Ausserdem wird mit einer Überschrift pro Abschnitt auch ein langer Artikel angenehm aufgefächert.
Abschnitte formatieren
Auch innerhalb eines Abschnitts kann das ein oder andere Wort hervorgehoben werden, dazu empfehlen sich die Tags <strong> und <i> - mit strong und italic kann das Wort fett- oder kursivgedruckt dargestellt werden - zudem wird dadurch die Wertigkeit in den Suchmaschinen verbessert (Suchmaschinen werten Artikel, die für den Besucher gut zu lesen sind und eine logische Strukur haben, immer besser).
Bilder zum besseren Verständnis von schweren Sachverhalten
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - zumindest aber wertet es den Text optisch auf und macht ihn so leichter zu verstehen. Ein gut platziertes Bild (am besten weit oben) veringert die Hürde, einen großen Artikel zu lesen. Warum das Bild weit oben platziert werden sollte - dies ist der Part der beim Skimmen als erstes auffällt und bewertet wird. Ist der Besucher erstmal im Artikel drin, wirft ihn auch nichts mehr so schnell heraus, die Phase des Lesens gilt es also zu erreichen.
Eine gut strukturierte Seite macht Lust zu lesen
Lust zu lesen heißt nichts anderes, als die Hürde des Besuchers vom Prozess des Skimmens zum Prozess des Lesens zu veringern. Überall wo geschriebener Text ist buhlt man um die Aufmerksamkeit des Publikums, warum sonst sollte man sich die Mühe machen seine Gedanken zu Papier zu bringen.
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