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User driven Website – Eure Anregungen und Kommentare sind gefragt


Ich überlege derzeit welche neuen Features für eine meiner Webanwendungen Sinn macht und ob neue Features die Benutzer nicht sogar verärgern könnte. Es wäre doch praktisch wenn man ein Votingsystem entwickelt, dass alle Benutzer befragt ob sie dieses oder jenes neue Features wollen oder nicht. Stimmen mehr als 10% dagegen, bzw. sind mehr als 90% der User für das Feature, wird es entwickelt. Da kam mir die Idee einer Webseite, die erstmal komplett leer startet. Auf der Startseite ist nur das Logo/Name der Seite und ein kurzer erklärender Text:

DOMAINNAME hat derzeit noch keinen Nutzen, DU bist der Benutzer und DU kannst entscheiden was du und die anderen Benutzer hier machen könnt. Wir starten erstmal mit 10 Vorschlägen (es folgt eine Liste mit 10 Features). Wähle eine davon aus die du gerne hier haben möchtest. Nachdem 1000 Besucher gewählt haben, werden wir den Vorschlag mit den meisten stimmen umsetzen und für euch entwickeln.

Mich würde jetzt mal interessieren was ihr davon haltet, findet ihr so ein Projekt auch interessant oder glaubt ihr eher das ein Projekt, welches ohne Ziel startet, sowieso nirgends ankommt? Welche Ideen hättet ihr für die Umsetzung, hättet ihr eventuell sogar Lust sowas umzusetzen? Ich bin gespannt auf eure Kommentare :)


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am Oktober 30, 2007 um 16:20 Uhr | in Allgemein | 12 Kommentare


12 Kommentare
  1. Holger, Oktober 30, 2007:

    Das klingt auf jeden Fall sehr spannend, auch wenn ich sagen würde, dass es ohne Ziel schwer wird eine “Linie” zu finden. Evtl. wird am Ende ein Kuddelmuddel rauskommen (je nachdem, was für Vorschläge ihr vorgebt). Interessieren würde es mich schon. :-)

  2. benem, Oktober 30, 2007:

    Hab ich auch schonmal versucht vor ein paar Jährchen, Besucher konnten vorschlagen, was aus der Seite werden soll. Feedback war aber quasi gleich null.
    Klappt aber vielleicht wenn sich das ganze verbreitet, z.B. durch die Blogosphäre.

  3. Christian Strang, Oktober 30, 2007:

    Ja ganz klar, man muss das Projekt im Vorfeld ordentlich pushen, und gut die Besucher vorher mit Infos füttern, sonst kommen sie auf die Seite und kapieren garnicht worum es eigentlich geht, oder denken das die Seite verlassen wäre und niemand da ist, der ihre Votes mitbekommt.

  4. Silvio Tischer, Oktober 30, 2007:

    Die Idee ist gut. Definitv. Aber wissen die User eigentlich überhaupt, was sie wollen?

  5. Chris, Oktober 31, 2007:

    Ja Silvio, die Frage ist absolut berechtigt. “Weiß der User was er will, wenn er bei Null startet?”

    User die eine Plattform mehrere Monate nutzen und dann weitere Features wollen, wissen in der Regel was sie wollen, aber was ist mit Nutzern die zum ersten mal auf eine leere Seite kommen? Guter Einwand!

  6. Chris, Oktober 31, 2007:

    Noch was von mir: Wer würde entscheiden, was die ersten 10 Wahlmöglichkeiten sind? Oder schreibt man einfach 100 Blogger (oder 100 x-beliebige) User an, dass diese Vorschläge für Features machen? Dann ist aber auch das Problem, dass jeder User nur die Features vorschlägt, in dessen Richtung er glaubt das die Webanwendung gehen könnte (schwierig zu formulieren). Eine andere Möglichkeit wäre, 100 Features von Webanwendungen herauszuschreiben und nach dem Zufallsprinzip daraus 10 zu wählen. Das würde allerdings dann wieder zu sehr einschränken, vielleicht hätte die Benutzer in diesem Szenario noch viel kreativere und komplett neue Ideen, diese würde man ja dann von vorneherein ausschließen, was nicht Sinn der Sache sein soll.

  7. prey, Oktober 31, 2007:

    Die Idee finde ich genial. Allerdings glaube ich auch, dass es in einem kompletten Durcheinander enden wird. Es sollte schon eine Art Ziel definiert werden. Der User hat aber vollen Einfluss auf die Umsetzung und die Art und Weise, wie dieses Ziel erreicht wird und wie es letztendlich aussieht.

  8. Siegfried, Oktober 31, 2007:

    Ich würde da nicht zu viel Gewicht drauf legen. In der Theorie ist die Praxis immer anders. Will heissen: Das, was die User sich theoretisch als nützlich und wünschenswert vorstellen, ist selten das, was in der Praxis dann auch wirklich nützlich und vor Allem weit akzeptiert herauskommt. Dazu kommt noch, dass wirklich gute Sachen i.d.R. als geniale Idee _eines_ Menschen daherkommen, und nicht als Konsens einer großen Menge. An Deiner Stelle würde ich versuchen, a) eine eigene Idee zu realisieren, und b) auf die “Abstimmung mit den Füßen” zu warten, sprich, welches Feedback bekommst Du von dem, was Du gemacht hast. Kommt es an oder nicht.

  9. Christian Strang, Oktober 31, 2007:

    Haltet ihr folgende Funktionalität als Grundlegend und vorher gegeben:
    - Registrierung und Login
    ? Ich denke wenn es keine Benutzer gibt, werden Features auch keinen Sinn machen. Die Frage ist nur, ob sich Benutzer wirklich anmelden müssen, bei Wikipedia zum Beispiel geht ja auch ohne. Was haltet ihr davon?

  10. prey, November 2, 2007:

    Ich denke da wirst du nur in den seltensten Fällen drum herum kommen. Mir persönlich fällt keine Anwendung ein, die ich nutze, bei der man sich nicht anmelden muss um anderen irgendwelche Inhalte zur Verfügung zu stellen.

    Wikipedia ist auf Grund der Versionsverwaltung und der Menge an “Administratoren” eine Ausnahme.

  11. Marc, November 2, 2007:

    Die Vorgehensweise finde ich persönlich zwar nett gemeint, aber jeder der von Marketing ein bisschen Ahnung hat, weiss dass zwischen den geäußerten Kundenwünschen und dem tatsächlichem Kaufverhalten Welten liegen. Ich denke diese Maxime lässt sich auch leicht auf das Webpublishing übetragen. Aus diesem Grund bin ich skeptisch, ob ein solches Projekt erfolgt haben wird und der Nutzen über einen netten Werbegag hinausgeht.

  12. Görlitz, November 6, 2007:

    Eine interessante Idee einer sich selbstregulierenden Website. Nur wird man den Besuchern eine Grundidee vorgeben müssen. Ein leeres Blatt ist für viele einfach unerträglich, da es zu viele Möglichkeiten der Gestaltung gibt. Viele sind damit überfordert und empfinden es als Stress, lehnen es somit auch ab. Sobald man aber ein Grundgerüst vorgibt oder zumindest mögliche Richtlinien oder Vorschläge, entwickelt sich eine Sache sehr schnell.

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