Wer kann sauber coden
Man hört es immer wieder: ein Programmierer muss sauber coden können. Ich bemühe mich wirklich immer eine saubere/verständliche Ordnerstruktur zu halten, zu kommentieren wo es nur geht, die Algorithmen schnell zu halten und mich auch sonst an allen erhaschten Regeln der Coder-Kunst zu halten, aber ehrlich gesagt, ich glaube mein Code ist schmutzig!
Vielleicht ist es garnicht so schlimm, schließlich konnte ich mich letztens in ein 6 Monate altes Projekt einarbeiten und es hat gerade mal eine Stunde gedauert bis ich wieder wußte wo alles war, aber was ist nun “sauberer Code”?
- Ist der Code sauber wenn man objekt-orientiert programmiert?
- Ist der Code sauber wenn man ein gewiße Struktur einhält
- Ist der Code vielleicht erst dann sauber wenn man sich an Richtlinien, wie zum Beispiel die Coding-Standards von PEAR hält? Doch welches sind dann die “richtigen” Richtlinien
- Gibt es ein “sauber” garnicht, sondern kommt es vielleicht einfach auf die firmeninternen Maßnahmen an, das ich den Code locker meinem Arbeitskollegen geben kann, ohne das Probleme auftreten?
Was ist sauberer Code? Wer kann es mir sagen?
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14 Kommentare
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Sauberer Code hat eine saubere Struktur (Einrückungen, etc.pp.), ist gut dokumentiert (Kommentare, welche ihn evsrtändlicher machen) und hält sich an gewisse Regeln (Benamsung, …) , so dass jeder (mit angemessenem Vorwissen) der ihn durchliest ihn auch verstehen und weiter nutzen kann.
“Sauberer” Code ist denke ich auslegungssache von demjenigen, der seinen code als “sauber” bezeichnet. Ich würde die Formatierung nicht unter “sauber” stellen, jeder vernünftige Editor kann den Code mit einem Shortcut automatisch formatieren.
Für mich ist sauberer Code:
- Gut dokumentierte Schnittstellen und komplizierte Codestücke, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind (oder die man sowiso nie wieder anschauen möchte).
- Strikte Trennung von Anwendungslogik, Businesslogik und GUI (MVC-Pattern)
- Kapselung von unabhängigen Einheiten. Wenn alles irgend wie miteinander verwoben ist, braucht man ewig, um Teile auszutauschen oder einzufügen.
- Kein unnötiges Copy&Paste im Code. Jede Information sollte man immer nur an einer Stelle ändern müssen.
- Das selbe gilt auch für die Konfiguration: Irgend welche Konstanten, die in verschiedenen Header-Dateien oder Klassen definiert sind, verursachen nur sucherei und vermutlich keinen globalen Zugriff. Was wieder zu Copy&Paste führt
- Solide Fehlerbehandlung. Wackeliger Code kann nicht “sauber” sein :)
Natürlich gehört noch viel mehr dazu, ich denke ich schreib dazu mal noch nen separaten Blog-Eintrag in meinem blog :)
Viele Grüße,
Aaron
Konsistenz gehört auf jeden Fall dazu, gibt nichts schlimmeres als Anwendungen bei denen Code unterschiedlich formatiert wurde, Dateien mal hier, mal dort liegen.
Alleine durch Coding Standards entsteht noch kein sauberer Code. Mir ist es egal, an welche Coding Styleguides man sich hält, Hauptsache man zieht es konsequent durch.
Die Kommentarfunktion ist aber nicht sauber programmiert, oder? :-)
Kennst du “Der Pragmatische Programmierer” von Andrew Hunt? Darin wird ganz allgemein erklärt, also ohne direkt auf einer Programmiersprache aufsetzend, wie man mit angemessenem Aufwand ein Programm wartbar und zukunftsorientiert schreibt. Oder anders: Wie man “gut” programmiert ;)
Hat mein Verständnis von Programmieren auf ein ganz anderes Level gehoben.
http://www.amazon.de/Pragmatische-Programmierer-Andrew-Hunt/dp/3446223096
Greez, Denis
Also das Buch “Der pragmatische Programmierer” ist wirklich gut. Habe ich auch in kurzer Zeit verschlungen.
Ansonsten glaube ich mein Code ist auch dreckig, aber konsistent. Ich habe auch nach 2 Jahren noch den Durchblick und das ist mir persönlich ausreichend, auch wenn es mit Sicherheit vielen allgemeingültigen Regeln widerspricht.
Ach, wer ist schon perfekt.
@Markus: *argh, ja ich kümmer mich drum, *aufschieb* ;)
@Denis: Guter Tipp, ich werds mir mal abspeichern!
Sauber ist imho jeder Code den ein anderer Progger ohne große Probleme verstehen kann und der einfach erweitert oder modifziert werden kann.
Das erwähnte Buch kann ich nur empfehlen! Hab es auch gelesen und muss sagen, das ist eines der besten Bücher zu dem Thema! Seit dem versuche ich das DRY-Prinzip ohne Ausnahmen durchzuziehen.
Ich schliesse mich Martin, Aaron ujnd Malte an.
ich würde anstatt “sauber” das Wort “lesbar” bezeichnen, unter der Vorrausetzung, dass der Coder schon eine gewisse Grundahnung von html hat ;-)
Aber im webdesign gibt es ja nicht nur html, wobei es bei html auch eher schwer ist “unsauber” zu coden – bei php ists es 1000 Mal wichtiger, dass die codes auch entsprechend eingerückt sind bzw. kommentiert, sonst findet man sich selbst nicht mehr zurecht ;-)
Sauberer Code ist sehr wichtig. Vorallem sollten gewisse Stellen auch mit Komentaren versehen sein. Auf Einrückungen sollte man auf keinen Fall verzichten.
Sauberer Code ist sauber, wenn er nachvollziehbar ist. Für den/die, die/der ihn erzeugt hat und für die/den, die/der ihn bearbeiten muss.
wow… *smile
Semantische, valide und somit suchmaschinenfreundliche Codes sind einfach Pflicht!