Inspiration Overdose
Euch raucht der Kopf, die Ideen bleiben aus, ihr seid vollkommen unkreativ? Dann injiziert euch ne Packung Kreativität direkt ins Hirn:
- Einfach inspirierend
- CSS-Galerien
- Blog Designs
- Flickr Photos
- Logo Inspirierung - 58 an der Zahl
- Design Inspiration
Verschwimmende Grenze zwischen Inspiration und Plagiatismus
Aus aktuellen Anlass möchte ich mal die Diskusion in den Raum werfen wo für Webdesigner die Grenzen zwischen Inspirationsquelle und stink normaler Abmalerei sind. Ich werde diesen kurzen Artikel anhand eines konkreten Beispieles aufziehen, dass mir in den letzten Tagen ins Auge gesprungen ist. Es handelt sich hierbei um das kürzlich gelaunchte, deutschsprachige Social Network Vicinia und die schon länger aktive Social Lifestyle Community Virb.
Beispiel 1 - Die offensichtlichste Ähnlichkeit, der Footer:

Beispiel 2 - Login Boxen unter dem Header:

Beispiel 3 - Login Buttons, sogar mit fast gleichem Dateinamen

Beispiel 4: h1 Überschrift:

Es gäbe wahrscheinlich noch weitere kleine Details auf Vicia wo sich die Ähnlichkeit zu Virb nicht bestreiten lässt, doch ich will mit diesem Artikel niemanden an die Wand Stellen sondern nur aufzeigen, dass auch in der Kreativbranche gerne in fremden Gewässern gefischt wird. Natürlich ist die Ähnlichkeit der beiden besprochenen Dienste nicht zu gravierend wie seinerzeit studiVZ mit ihrer eingefärbten 1:1 Kopie von Facebook, doch lässt sich deutlich erkennen wo der Designer seine Inspiration fand.
Die Frage, die ich mir nun stelle ist, wo jetzt genau der Plagiatismus anfängt und wie renomierte Designer, die wohl öfters mit dieser Problematik konfrontiert sind, zu dieser Thematik stehen. Das ganze Beispiel ist wohl eine Tendenz, die in der stark pulsierenden Web2.0 Startup Szene in letzter Zeit öfters zu beobachten war. Es werden erfolgreiche Dienst aus Übersee kopiert und gleich mit einem ähnlichem Design versehen um das Look and Feel der ursprünglichen Diensten zu gewährleisten. Man kann sich ja auf keine Experimente einlassen, denn man will ja rasch eine kritische User Anzahl aquirieren und als erfolgreiches, deutschsprachiges Web2.0 Unternehmen gelten.
Der Weg des Coders und des Designers
Programmieren kann man ohne weiteres lernen, ob PHP, Java, ASP, (von mir aus auch HTML und CSS) programmieren zu lernen ist nicht leicht, aber dennoch erlernbar, vor allem wenn man schon Programmiererfahrung hat, ist für das Erlernen anderer Sprachen oder Techniken kein Spagat mehr nötig. Um “Coden” zu lernen empfiehlt sich meist ein Tutorial aus dem Internet, ein schlichter, sauberer Texteditor und dann einfach der Wille anzufangen. In der Coder-Welt startet man prinzipiell mit dem guten alten “Hello World”, dies repräsentiert eine Anwendung die nahezu nichts kann, aber für die die Grundlagen nötig sind und mit der man direkt seine erste Anwendung programmieren kann. Alles danach ergibt sich dann aus weiteren Tutorials, aus Problemen die man lösen möchte oder schlicht aus Büchern.
Wie verhält es sich aber mit dem Design, wie lernt man diese hohe Kunst? Gibt es ähnliche Wege wie beim coden, ähnliche Ansätze? Ganz weit gefasst kann man die Programmiersprachen des Coders mit den Grafikprogrammen des Designers gleich setzen: Beide Gruppen sollten in der Regel die Software einsetzen, welche die optimale Lösung für das Problem bietet, aus pragmatischen Gründen wählen viele aber dennoch die Software/Programmiersprache mit der sie am besten vertraut sind.
Nun gibt es auch für den Designer haufenweise Tutorials im Netz, Tutorials wie man gewisse Probleme genau löst, doch wie man zum Beispiel eine komplette Website entwirft (also einen Bauplan für viele viele unterschiedliche Layouts), gibt es nicht und das ist natürlich klar, denn dieser Bereich ist zu komplex. Man kann natürlich in einer Schritt-für-Schritt Anleitung erläutern wie man mit der Software XY eine bestimmte Website erstellt, doch das reicht bei weitem nicht aus, der Designer muss selbst kreativ sein und sein Layout selbst entwickeln. Dennoch unterscheidet sich in dieser Hinsicht der Weg des Coders nicht sonderlich von dem des Designers.
Wenn wir davon ausgehen, das der Coder die Programmiersprache ausführlich beherrscht, dann heißt es noch lange nicht das er eine funktionierende und gute Webanwendung programmieren kann, ebenso ist es mit dem Designer, dem das bloße Wissen über die Funktionsweise seiner Software nicht ausreicht um ein funktionierendes und ansprechendes Webdesign zu entwerfen. Hier tritt die harte, praktische Tätigkeit in den Vordergrund, coden und designen bis zum umfallen, sich an den “Großen” orientieren, kopieren und verstehen worum es geht, sich selbst kleinere Aufgaben stellen und dadurch besser werden. Vielleicht ist es manchen in die Wiege gelegt ein Talent auf seinem zu sein und entweder das Coden oder das Designen (vielleicht gar beides) auf einem anderen Weg, einem leichteren, zu erlernen, Otto-Normal-Coder/Designer hingegen wird nicht umher kommen sich diese Skills durch tägliche Praxis anzueignen.
Auch wenn diese beiden Welten, die des Coders und des Designers auf den ersten Blick so völlig unterschiedlich sind, im Endeffekt ist die Herangehensweise die gleiche, Übung macht den Meister!
8 Web 2.0 Photoshop-Design-Tutorials
Web 2.0 Design-Elemente können eine Website auffrischen und wenn man keine Ahnung hat wie es mit einem Grafik-Programm, wie zum Beispiel Photoshop funktioniert, kann man sich guter Tutorials im Web bedienen, hier sind 8 davon:
- Gib mir die Plakette - Web 2.0 Badge Photoshop Tutorial
- Website-Header mit gespiegeltem Namen - Web 2.0 Design Kit
- mal ein anderer Hintergrund - Web 2.0 Design Kit, Part 2
- Wie wärs mit nem Logo? - Create A Web 2.0 Communications Logo, Beginner
- Interessiert an einem kompletten Web 2.0 Website-Layout? - Web 2.0 Layout
- eigene Icons im XP-Style - XP Style Help Icon
- eine Navi muss her - Professional Banner
- den Content verzieren - IrishContentBox Tutorial
Linktipp: 10 Fingersystem online lernen
Das Redesign muss noch was warten
Leider ist es so, ich wollte eigentlich bis zum 24.09.06 (Jahrestag des Webdesignblogs) ein Redesign erstellt haben, aber alles was ich bisher zustande gebracht habe, entspricht absolut nicht den Ansprüchen die ich mir daran eigentlich gestellt habe.
Es wird ein Redesign geben
Es wird definitiv ein Redesign geben, das Hauptaugenmerk liegt dabei auch weiterhin auf verbesserter Usability und Funktionalität sprich, ich werde versuchen den Webdesignblog ein bisschen weiter in Richtung CMS zu bringen. Es wird zwar auch weiterhin Wordpress im Hintergrund laufen, aber mal sehen was sich da so rauskitzeln läßt.
Keine Zeit
Wann ich das Redesign mache weiß ich noch nicht, schön wäre es wohl bis spätestens Ende des Jahres, doch ob ich das zeitlich schaffe kann ich nicht sagen. Neben einigen Web-Projekten studiere ich derzeit noch recht intensiv (ja solche Studenten gibt es auch ;) ) und da bleibt nicht soviel Zeit. Die Priorität für das Redesign liegt nicht sonderlich hoch, es wäre nur nett gewesen wenn es gerade beim ein-jährigen soweit gewesen wäre, nunja erstmal nicht.
Welche Möglichkeiten ergeben sich
Dadurch das ich nun nicht mehr unter Zeitdruck stehe, ergeben sich aber einige Möglichkeiten, erstens kann ich das Layout nun optisch interessanter gestalten und zweitens weitere nützliche Features einbauen (zum Beispiel: Asides, danke an Erich).
Für Anregungen und Ideen bitte ich euch mir einen Kommentar zu hinterlassen, kennt ihr Features welche ihr für sinnvoll haltet und über die ich mir Gedanken machen sollte?
