Eine Website kostet Geld - das erste Jahr
In diesem Artikel werdet ihr sehen:
- das es lange dauert bis eine Website/Blog “bekannt” ist und genügend Traffic einbringt
- das man erstmal zahlen muss, bevor man “kassieren” kann
- Artikel schreiben/bloggen anfangs ein undankbarer “Job” ist
- und ein kleines Rechenbeispiel
(Im folgenden spreche ich nur noch von Website, meine damit aber genauso auch Blogs.)
Ein Jahr zum Erfolg
Kalkuliert man ein Jahr bis eine Website anfängt erfolgreich zu werden, hat man damit einen guten Wert gewählt. Es dauert seine Zeit bis die nötigen Backlinks vorhanden sind und genug qualitativer Content um neue Besucher zu binden.
Mehr dazu: Es braucht Zeit bis man mit bloggen Geld verdient
Eine Website kostet Geld
Server- und Wartungskosten, Artikel schreiben (kostet Zeit, die man wiederum nicht in andere Arbeit stecken kann), auf Emails antworten - direkt oder indirekt steckt man Geld in seine Website und die “großen” Kosten werden einem Anfangs garnicht erst bewußt.
Bloggen für nix-nada-nothing-niente-rien
Die ersten zwei Monate sieht man quasi kein Feedback in Form von Geld und die Folgemonate sind zwar meist kontinuierlich, aber träge was das Wachstum angeht. Während man in den ersten zwei Monaten noch genug motiviert ist für sehr wenig zu bloggen, kann dies in den Folgemonaten schon eine starke Probe für den Websitebetreiber sein (nicht aufgeben!!)
Ein kleines Rechenbeispiel
Gehen wir mal davon aus das unsere Website ein Jahr benötigt bis sie anfängt erfolgreich zu sein - “Welche Kosten kommen da auf uns zu?
- Server/Domain-Kosten - Ich habe für dieses Beispiel das WebPrivat L-Paket von All-inkl.com gewählt. Die Einrichtungsgebührt kostet 14,95 Euro und die monatlichen Kosten belaufen sich auf 4,95 Euro (dieses Paket beinhaltet alles für den Einstieg, MySql, PHP, eine Domain, Subdomains und genügend Traffic und Subdomains). Dementsprechend belaufen sich die Kosten für das erste Jahr auf 75 Euro (aufgerundet)
- Content-Kosten - Nur kontinuierlicher, guter Content führt zum Erfolg, deshalb rechne ich täglich 1 Stunde dafür ein, dies dürfte ein guter Mittelwert sein. Gehen wir nun von dem minimalen Wert von 10 Euro pro Stunde aus, verliert man in einem Jahr 3650 Euro (365 Tage * 10 Euro). Natürlich kann man das so nicht berechnen, aber ich garantiere jedem Anfänger das früher oder später der Punkt kommt an dem man sich überlegt warum man wieder eine Stunde investieren soll, obwohl man bei seinem Arbeitgeber für diese Stunde besser bezahlt werden würde
- Wartungskosten - man investiert nicht nur Zeit in seinen Content, sondern auch in die Verbesserung der Website, Testen von Werbeplätzen und installieren von Erweiterungen/Plugins. Ausserdem antwortet man seinen Usern noch auf Kommentare und behebt Probleme. 20 Minuten täglich sollten da schon locker eingeplant werden. 20 Minuten sind bei unserem 10 Euro/Stunde-Beispiel von oben dann 3,33 Euro, bzw. auf ein Jahr hochgerechnet 1215,45 Euro (365 Tage * 3,33 Euro)
Insgesamt kommen wir für das erste Jahr auf einen “Verlust” von 4940,45 Euro - ich wiederhole nochmal das dies in der Realität wieder anders aussieht und man natürlich nicht wirklich dieses Geld “verliert”. Aber Zeit ist nunmal Geld und durch eine Website investiert man nunmal Zeit, die man anfangs nur sehr schlecht “entlohnt” bekommt.
Eine eigene Website zu haben ist etwas tolles, gar keine Frage. Doch bis aus der Arbeit wirklich Spass wird und man seine Kosten gedeckt und auch noch was zum Leben hat, vergeht einige Zeit und wenn man nicht mittendrin frustriert abbrechen will sollte man sich obrige Punkte verinnerlichen und sich selbst fragen ob man mit diesen zurechtkommt.
Nach diesem, wie ich denke, ernüchternden Artikel folgt morgen der zweite Teil. Darin bespreche ich die Folgejahre und wohin sich eine eigene Website entwickeln kann und warum sich kontinuierlicher Content doch noch auszahlt.
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2 Kommentare
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Was aber ab dem ersten Tage von einer Website zurückfliesst, sind die gesamelten Erfahrungen, die Kenntnisse und Kontakte. Ich denke, das hat auch was für sich. Ab der zweiten Website geht’s dann schon leichter. ;)
100% richtig was du da sagst, die Erfahrungen welche ich derzeit sammle sind viel mehr wert!! Ich habe allerdings 6 Websites gebraucht bis ich angefangen habe meine erste “nützliche” zu erstellen ;)