Colorscheme

Zugänge für Suchmaschinen in eine Passwort-geschützte Webanwendung


Die Großteil der Webanwendungen setzt eine Registrierung des Besuchers voraus, dadurch sind die meisten Bereiche passwortgeschützt und somit für Suchmaschinen nicht indexierbar. Das Problem erreicht seinen Höhepunkt, wenn bis auf die Startseite keine (oder fast keine Seite) ohne Passwort erreichbar ist.

An diesem Problem sitze ich derzeit bei einer Webanwendung und habe folgende zwei Lösungen:

1. Zugangspunkt - Blog
Blogs sind nicht nur hervorragend als eigenständige Website geeignet, sondern auch als Unterstützung einer Webanwendung. Webanwendungen selbst sind meist sehr Content arm und daher weiß die Suchmaschine nur sehr ungenau, wie sie die Webanwendung selbst zu klassifizieren hat, genau dann kommen Blogs ins Spiel: Artikel über neue Features oder Erläuterungen zur Funktionsweise der Webanwendung sind schnell geschrieben und über die einfache Installation ist so ein Blog auch schnell angelegt ohne zusätzliche Arbeit zu machen. Die Suchmaschine findet quais über den Blog heraus, worum (gibt es dieses Wort?) es sich bei der Webanwendung handelt.

2. Zugangspunkt - Testbereiche
Dieser Punkt ist natürlich stark abhängig von der Webanwendung selbst, aber im Grunde kann man den Service, den man seinen Usern bietet auch erstmal testweise und ohne Passwort anbieten. Bei einer Webanwendung wie digg.com wäre es zum Beispiel möglich dem User einen Testbereich zu geben indem er einfach mal ein paar Links zu einem Testaccount hinzufügen kann. Testbereich helfen nicht nur der Suchmaschine weitere Einstiegspunkte für die Indexierung zu finden, sondern das Angebot für den Besucher verständlicher und attraktiver zu machen, aber das ist eine andere Geschichte.

Welche Möglichkeiten kennt ihr noch?


Verwandte Artikel
  1. Webdesign Guide - Webanwendung Einführung
  2. Die 5 Weisheiten für eine erfolgreiche Webanwendung
  3. Launch der eigenen Webanwendung in zwei oder mehr Ländern
  4. HowTo: Suchmaschinen Optimierung - Schritt 4 - Irrgarten Website - dem Spider mit einer Sitemap eine Karte malen
  5. Gott ist im Detail

am September 26, 2006 um 08:26 Uhr | in SEO, Webdesign | 4 Kommentare


4 Kommentare
  1. Markus Merz, Oktober 2, 2006:

    Geschickt gemacht nimmt man für die Anwendung ein nettes Blog und veröffentlicht die Excerpts und stellt die erweiterten Beiträge unter Loginschutz.

    Plan B ist so ähnlich, aber nimmt den RSS-Excerpt-feed als Promotionelement. Der Feed triggert z.B. über FeedBurner die Suchmaschinen.

    Plan C ist noch etwas weiter weg von der Webseite. Man bookmarke alle geschützten Artikel bei z.B. del.icio.us und setze die Zusammenfassungen in das Notes Feld. Dann mit dem del.icio.us Feed weiter nach Plan B. PS: Den Original del.icio.us feed kann man übrigens auch bei Technorati anmelden.

    Habe ich mal beschrieben:
    How-To: Claim social services at Technorati
    http://performancing.com/node/3706

    Plan C (Variante B mit Fotos) ist z.B. Flickr. Excerpts kommen in die Description.

    Vorteil der drei Beispiele ist, dass alle Links auf die eigentliche Webseite zeigen.

  2. Christian Strang, Oktober 2, 2006:

    Hi Markus,
    die Delicious-Methode finde ich sehr gut!

  3. Markus Merz, Oktober 2, 2006:

    Na, das freut mich doch :-)

    Du kannst dann natürlich die gebookmarkten Artikel wieder per Rss und JS oder PHP auf eine öffentliche Seite der Webseite heben. Dafür gibt es genug nette Scripte.

    Ich persönlich bevorzuge Plan A, weil das innerhalb des CMS automatisch erzeugt werden kann und gleichzeitig auch Plan B beinhaltet. Hängt natürlich vom verwendeten Blog/CMS-System ab. Plan C ist halt ein klassischer zusätzlicher manueller Side-Kick.

  4. Markus Merz, Oktober 2, 2006:

    PS: Die Fragestellung im Konzept ist eigentlich immer dieselbe:
    Was bietet mein System und falls nicht was muss/kann ich extern dazu kombinieren, um die gewünschte Funktionalität zu erhalten?
    Genau genommen ist die Reihenfolge Plan A bis C also eine absteigende Reihe, weil A kann B enthalten und B kann C enthalten, aber streng genommen nicht umgekehrt.

Tut mir leid, die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen.