Colorscheme

Low budget – Usability-Tests für kleine Websites


Mich beschäftigt immernoch der Erfolg der Website “plentyoffish.com” und mit welchem Kapital (200 Dollar) der Gründer gestartet ist. Sicherlich werden dies in der kommenden Zeit noch mehr Leute versuchen, was mich nun aber interessiert ist die Frage: “Wie kann ich trotz eines Low-budgets (oder sogar no-budget) einen Usability-Test durchführen“?

Die Mittel die heutzutage jeder zur Verfügung hat machen es möglich: Per Skype kontaktiert man die Testperson und via Headset (ca. 15 Euro) kommuniziert man miteinander. Nun muss das “Versuchskaninchen” ein Bildschirmaufzeichnungsprogramm starten und danach die Test-Website öffnen. Der Usability-Tester kann nun seine Fragen per Skype stellen und das Bildschirmaufzeichnungsprogramm speichert die Fragen des Testers, die Anworten der Testperson und die ausgeführten Aktionen.

Es ist für einen Usability-Test absolut nicht nötig mit der Person in einem Raum zu sein, es ist sogar noch besser wenn man räumlich voneinander getrennt ist, da der Testperson so die Angst genommen wird zu versagen. Einziges Manko bei dieser Methode: Das Video-Sound-Ergebnis des Usability-Tests wird vermutlich einige hundert Megabyte groß sein (je nach Komprimierung des Programms) und der Upload beansprucht dann wieder etwas Zeit, wenn man aber mal davon absieht kann man innerhalb von 6 Stunden ohne Probleme 12-15 Usability-Tests mit seinen Freunden und Bekannten durchführen und das ohne etwas zu bezahlen.


Verwandte Artikel
  1. 3 Usability-Tester gesucht
  2. Xhtml Test – bist du fit für den Standard
  3. Xhtml Test – bist du fit für den Standard
  4. Fünf User für den Usability Test
  5. Meine Usability Tipps im Technikwürze-Podcast

am Juni 20, 2006 um 07:41 Uhr | in Usability | 1 Kommentar


1 Kommentare
  1. Joerg, Juni 20, 2006:

    Hmm, naja. Prinzipiell OK.

    Ein Problem sehe ich aber: Dadurch dass die Testperson sich mit Skype auskennen muss trifft man eigentlich schon eine Vorauswahl (nämlich nur technisch eher versierte Benutzer zu testen). Und diese Vorauswahl führt dann zu verzerrten Ergebnissen.

    Außerdem dürfte es schwer sein den Test verfolgen zu können wenn man nicht gleichzeitig den Bildschirminhalt der Testperson sieht.

    Außerdem kann man wegen Skype und Bildschirmaufzeichnunsprogramm auch nur Personen testen die über einen Breibandanschluss verfügen, das wiederum führt zurück zum ersten genannten Problem …

    Aber besser als gar kein Test ist es auf jeden Fall!

Tut mir leid, die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen.