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Das Website-Rauschen


Was ist Rauschen
Eine Website hat ein Rauschen wenn sich auf ihr viele Elemente befindet, die nicht harmonisch aufeinander abgestimmt sind oder wenn mehrere Elemente um die Aufmerksamkeit des Besuchers konkurrieren und dazu ähnliche Gestaltungsmittel verwenden. Wenn eine Website rauscht, dann ist das störend für den Besucher, das Rauschen erschwert ihm das Auffinden seiner gesuchten Informationen und macht es oftmals schwer, längere Texte zu lesen.

Wie uns das Rauschen behindert
Besuchen wir eine Website zum ersten Mal, lassen wir uns unterbewußt von der Website leiten – wir geben uns den Elementen hin, die um unsere Aufmerksamkeit buhlen. Dies können nützliche Elemente sein, zum Beispiel eine große Box, in der der neueste Artikel angeteasert wird. Es können aber auch unnütze Elemente sein, zum Beispiel ein großer blinkender Banner. Gehen wir mal davon aus, das in unserem Wahrnehmungsbereich die Bannerblindheit noch keine Filterfunktion eingenommen hat und auf einer Website sind einerseits die große Box, die einen Artikel anteasert, als auch ein oder zwei blinkende Banner, dann würde die Website Rauschen. Wenn mehrere Elemente dieselbe Aufmerksamkeitsstufe haben, fällt uns die Entscheidung schwer, für welches wir uns nun entscheiden. Natürlich läuft das alles innerhalb weniger Millisekunden ab, aber es bleibt uns störend im Unterbewußtsein.

Weniger Rauschen = mehr Nutzen für User
Verringern wir also das Rauschen auf unserer Website, können wir unseren Besuchern den Aufenthalt auf unserer Website angenehmer gestalten, wie in einem Hotel – Nein, im ernst, verringern wir das Rauschen findet der Besucher schneller seine Informationen, findet sich schneller auf unserer Website zurecht, findet schneller unsere interessanten Artikel und belohnt unsere Mühen vielleicht mit einem Link.

Das Rauschen der eigenen Website verringern
Nehmen sie sich ihre gesamte Website zur Brust und machen sie sich eine Liste mit allen Bereichen ihrer Website und listen sie von oben nach unten, mit den Wichtigsten Bereichen zuerst. Jetzt überlegen sie, erhält ihr wichtigster Bereich die meiste Aufmerksamkeit oder konkurrieren zwei oder gar drei Bereiche miteinander? Versuchen sie eine Hierarchie aufzustellen, das wichtigste Element wird am größten dargestellt usw. damit kann man den Blick des Users lenken – ohne ihn störend zu beeinflußen. Die Website wird so leichter vom Besucher gescannt und erfasst.

Der Vorteil einer solchen Ordnung liegt auf der Hand: Geschwindigkeit bei der Erfassung ihrer Website. Oder wollen sie es riskieren, dass der Besucher ihre Website verläßt, ehe er auf den wichtigsten Bereich aufmerksam geworden ist? Von der Hierarchie ihrer Website hängt es ab, ob der Besucher auf ihrer Website bleibt und vielleicht auf sie verlinkt, oder ob er sie nach 5 Sekunden schon wieder verläßt. Verringern sie das Rauschen, vergrößern sie damit den Nutzen und die Benutzbarkeit ihrer Website.


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am März 21, 2006 um 10:54 Uhr | in Webdesign | 2 Kommentare


2 Kommentare
  1. Boris, März 21, 2006:

    Ich denke, gerade eine der klassischen Arten des Blogdesigns, den Hauptinhalt in eine große linke Spalte, die Sidebar-Inhalte dagegen in eine kleine rechte Spalte zu packen, entspricht perfekt dem Anspruch, dass in einem Blog die Artikel der wichtigste Part sind.

    Manche Blogger begehen inzwischen gar einen »Sündenfall« des Screendesigns, sämtliche Navigationselemente in den untersten Seitenblock zu verlagern, so dass der Bildschirm zu allererst dem aktuellsten Artikel gehört. Das halte ich für einen höchst interessanten und konsequenten Ansatz. Hierbei reduziert sich das Rauschen praktisch auf Null.

    Im »konventionelleren« Blogdesign (wie oben angesprochen) hilft es manchmal schon, die Artikel-Titel recht groß zu machen, um ihnen die notwendige Aufmerksamkeit zu sichern.

    So oder ähnlich können eine Reihe einfacher Maßnahmen ohne viel Aufwand den Rezeptionsfluss in die richtige Bahn lenken.

  2. Christian Strang, März 22, 2006:

    Ich denke auch das gerade Blogs ein sehr geringes Rauschen aufweisen und die Benutzbarkeit doch recht hoch ist. Das ist aber vermutlich auch nur möglich, da Blogs eine geringere Komplexität als viele andere Website-Typen aufweisen.

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