Manche Projekte müssen einfach schlicht sein
Das ein Projekt nicht immer komplex und viele Features aufweisen muss, zeigt txtb.in sehr schön. Bei diesem Dienst geht es einfach darum, dass man mal schnell eine Notiz, ein paar Links, einen Text oder dergleichen (solange in Text umsetzbar) speichern kann um ihn entweder später oder an einem anderen Rechner abzurufen.
TxtB.in ist super einfach gehalten, man hat ein Textfeld, speichert seinen Text ab, bekommt eine einfache URL auf dem man auf den Text zugreifen kann und gut ist. Ich nutze die Seite zum Beispiel um ein paar Links zu speichern, dann an den anderen Rechner zu flitzen (dort ist der Drucker) und mir die Sachen auszudrucken. Natürlich gibt es dafür andere Möglichkeiten, man kann sich die Links an die eigene Mail schicken oder man schreibt sie sich auf einen Zettel (sehr umständlich). Ich für meinen Teil finde dafür txtb.in genial.
Nun benutzt man diesen Dienst und möchte seine Liste editieren, weil man einen Link vergessen hat und man sucht vergeblich nach dem editieren button. Dieses Feature gibt es nicht und das ist auch gut so. Im Prinzip besteht txtbin aus lediglich einem Feature, Text zu speichern und darauf zuzugreifen. Hätte man eine bearbeiten Funktion eingebaut, würde daran ein enormer Rattenschwanz hängen: Der User müsste sich registrieren, einloggen, die Bearbeiten funktion muss erstellt werden, Fehler müssen abgefangen werden und der User über sichtbare, einfache Nachrichten darüber informiert werden, dass die Nachricht bearbeitet wurde.
Gleiches gilt für die Umwandlung von URL’s in anklickbare Links. Das System müsste die Links erkennen, Sicherheitsvorkehrungen müssen getroffen werden, damit diese Funktion nicht ausgenutzt wird. Was passiert wenn ein User den Link nicht korrekt eingibt (“http://meineseite.dee”) oder wenn die URL nicht existiert?
TxtB.in ist ein paradebeispiel für das, was in Getting Real auch unter less software gepredigt wird. Die Kernfunktionalität wird bestens umgesetzt und auf “problematische” Features wird verzichtet. Denn durch oben genannte Erweiterungen würde der User nicht nur gewinnen, sondern auch massiv verlieren (Account erstellen und Logindaten verwalten ist “aufwendiger” als man denkt).
Ich glaube zwar nicht, dass dieser Dienst viele Nutzer finden wird, einfach weil es viele Alternativen gibt, die man nutzen kann, aber ich denke dennoch, dass solchen Diensten ein Platz im Internet gegönnt ist, um einer Nische die optimale Lösung für ein Problem zu liefern.
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Tags:txt text online speichern
4 Kommentare
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hm so nett die idee ist, ich finds etwas kritisch
vor allem wenn man sieht, das bereits vieler dieser notizen im index zu finden sind
für sowas wie
heute unbedingt einkaufen:
salat
wurst
etc
sicherlich kein grund zur panik, aber bei anderen sachen würd ich dann doch wieder zum postit oder zur mail greifen :) oder netzwerkfreigabe
Für mich fällt es unter “Dinge, die die Welt nicht braucht” ;-)
Möp. Und wozu brauch man sowas jetzt?? Gibt doch auch Sachen wie Google Docs, finde ich sehr viel besser als sowas ;) Wobei es natürlich schon eine nette Idee ist.. aber man braucht es nicht! :)
hi,
also die Idee ist nicht neu und auch nicht schlecht…
Jedoch sehe ich es auch etwas mit anderen Augen, wenn jetzt einige Sachen im Index zufinden sind, naja…
Ich nutze immer noch das gute alte Papier oder eben PostIt, das ist halt immer noch das beste.
Ich weiß nicht genau, wie das System dort abläuft aber sicherlich wäre es nicht schlecht, wenn man es mit einem Password schützen könnte.
Auch wenn ich jeden Tag im Internet unterwegs bin und auch damit arbeite, muß nicht jeder meine “Einkaufsliste” von letzter Woche sehen…
In diesem sinne…
frank