Wie wird man ein guter Webdesigner
Im Artikel “Wieviel verdient ein Webdesigner” habe ich einen Typ Webdesigner definiert. Daraus ergab sich für mich dieser Artikel Wie wird man ein guter Webdesigner. Es gibt grundlegende Techniken und einiges an Wissen was man vorzuweisen hat:
Übersicht
- Er hat fundiertes Wissen über: Html/XHtml, CSS, PHP, MySql
- Wissen über Farben - Erzeugung von Stimmung
- Grundlegende psychologische Verhaltensweisen von Internetusern sind ihm bekannt - wo schaut der User zuerst hin, wie dick müssen Ränder sein um Content voneinander abzugrenzen usw.
- er erkennt ein gutes Layout
- ein Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop sollte er bedienen können
- er weiß das Tabellenlayouts schlecht, böse und totbringend sind - Webstandards sind ihm vertraut
- er kennt sich im Bereich CMS aus und weiß welche Software er für welche Aufgabe einsetzt
- der Webdesigner sollte immer auf dem Stand der Dinge sein: Rss, Webtechnologien, Trends - er sollte dies verfolgen, sowie wichtige Begriffe kennen und erklären können
Was muss ein Webdesigner können
- Er hat fundiertes Wissen über: Html/XHtml, CSS, PHP, MySql
- Html/XHtml - Dies ist der erste Schritt und gleichzeitig der gewaltigste. Html bzw. XHtml sind Grundlage, ohne diese beiden geht es einfach nicht. Viele benutzen an dieser Stelle einen WYSIWYG Editor um die anfänglichen Hürden schnell zu meistern, früher oder später stellen sie dann aber fest, dass ohne die eigenständige Programmierung der gundlegenden Strukturen kein Weiterkommen möglich ist. Eine kostenlose Möglichkeit Html und Xhtml zu erlernen wird seit mehrere Jahren durch die Website Selfhtml geboten, die Webgemeinde ist darüber sehr dankbar!
- CSS - CSS folgt unmittelbar danach, umso früher man dies beherrscht, desto geringer ist die Chance das man von Tabellenlayouts abhängig wird (dazu später mehr). Die ersten Schritte in CSS sind schnell getan, bis man aber das gesamte Spektrum beherrscht, dauert es einige Zeit. Websites zum Thema Css gibt es im Internet genügend, einfach mal nach googlen.
- PHP - Wer seine Websites dynamisch gestalten will, landet früher oder später bei PHP. Angehende Webdesigner mit Programmiererfahrung werden sich mit PHP leicht tun, für den Rest wird es aber auch nicht schwer werden. Auch wenn das Programmieren von großen Anwendungen ein langwieriger Prozess ist und man eigentlich nur Fremdsoftware einsetzt, muss ein guter Webdesigner PHP beherrschen, alleine für das bessere Verständnis der Software. - Dank Claudia Schaffarik gibt es für jeden Interessierten einen einfachen Einstieg in PHP
- MySql - Datenbanken und der Zugriff auf diese wird immer wichtiger. Natürlich könnte man sich hier nun wieder streiten, ob dies nicht in den Bereich eines Datenbankspezialisten gehört. Ich denke die Grundlagen sind nicht sonderlich schwer zu erlernen und um eine bessere Kommunikation mit einem möglichen DB-Spezi zu schaffen, sind diese ein Must have. Ebenfalls von Claudia Schaffarik ist das MySql Tutorial
Oben aufgezähltes Wissen wird im Buch Webseiten programmieren und gestalten (ref-link) ausreichend erklärt, zudem werden noch weitere Techniken wie Javascipt und Perl angesprochen.
- Wissen über Farben - Erzeugung von Stimmung - bevor der Webdesigner dazu übergeht, Farben zu kombinieren, geht es erstmal um die grundsätzliche Stimmung die von den unterschiedlichen Farben vermittelt wird und um ihre Aussage. Für weitere Informationen zu diesem Thema empfehle ich den Artikel Farben und Webdesign auf dieser Website
- Grundlegende psychologische Verhaltensweisen von Internetusern sind ihm bekannt - es gibt Regeln und Muster im Design, die sich in allem wiederspiegeln, auch im Webdesign. Das können Grundlegende Dinge sein, wie die Gruppierung von Objekten, bis hin zu spezifischeren Dingen wie man Links kennzeichnet damit diese vom User gut erkannt werden. Eine enorme Linksammlung zu diesem Thema gibt es auf kommdesign.de (ich bin mich immernoch am durcharbeiten) oder im Buch Systemisches Design (ref-link)
- er erkennt ein gutes Layout - Gerade am anfang, wenn man versucht sein erstes Layout ins Internet zu bekommen, kann man meist noch nicht unterscheiden ob das eigene Design gut oder schlecht ist. Ich erinnere mich noch an meine Anfänge und an eine Website die oben einen blauen, links einen gelben und rechts einen roten Bereich hatte - grauenhaft!
Um seine Fähigkeiten zu opimieren, empfehle ich das Betrachten von bekannten Websites, auch sehr zu empfehlen sind Websitetemplates, dort kann man sich viele Ideen holen und sehen was alles möglich ist. Eine Bewertung von anderen Menschen ist auch immer zu empfehlen, am besten über ein Forum. Die Kritik mag zwar manchmal hart ausfallen, aber ist zumindest ehrlicher als die Meinung von Freunden und Bekannten, ausserdem wird die Website in guten Foren von qualitativen Personen betrachtet, die einem direkt Tipps und Hilfen geben - sehr zu empfehlen ist das Forum von Mediengestalter.info.
- ein Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop sollte er bedienen können - bevor es hier Kritik hagelt, es ist natürlich auch jede andere Software möglich mit der man Bilder bearbeiten kann.
- er weiß das Tabellenlayouts schlecht, böse und totbringend sind - Tabellenlayouts sind natürlich deshalb schlecht, weil sie Benutzergruppen mit körperlichen Einschränkungen ausschließen. Eine Website sollte (und darf!) niemanden ausschließen. Abgesehen davon blähen Tabellenlayouts den Quellcode auf und verhindern das man ein Design mal eben schnell wechseln kann - Stylesheets rocken!!
Informationen zum Thema auf webstandard.kulando.de
- er kennt sich im Bereich CMS aus und weiß welche Software er für welche Aufgabe einsetzt - oft steht ein Webdesigner vor der Aufgabe selbst zu entscheiden, welche Software für welches Projekt eingesetzt wird. Da Content Management Systeme (CMS) häufiger eingesetzt werden als andere Softwarelösungen, sollte man mit der grundlegenden Arbeitsweise eines solchen vertraut sein und wenn möglich auch die Unterschiede der Mainstream-Systeme kennen.
- der Webdesigner sollte immer auf dem Stand der Dinge sein - am Puls der Zeit würde dies wohl am besten beschreiben. Man darf nie aufhören dazuzulernen und die neuen Techniken kennenzulernen, Webdesigner die immernoch Tabellenlayouts produzieren haben genau diesen Fehler begangen (oder sind einfach nur zu faul). Wer immer ein Ohr und Auge offen für Neuerungen im Bereich Webdesign hat, kann für seine Kunden oder seine eigenen Projekte immer die optimalste Technik einsetzen.
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3 Kommentare
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Klasse Beitrag
Vorallem die Links sind sehr hilfreich.
Tolle Infos. Ich hab das Gefühl, dass Webdesign und Therapie oft nah beieinander sind. Ich mach die Hypnose mit Worten - ein Designer mit Farben und Bildern. ;)
Wie wird man guter Webdesigner ? Daruf sollte man achten:
Design
Kommunikation
Technik
Diese 3 sachen sind wichtig für eine gute Webseite