Existenzgründung im Web
Ich selbst bin sehr begeistert von dem Gedanken im Internet sein Geld zu verdienen, mit seiner eigenen Website erfolgreich zu sein. Ich denke das geht nicht nur mir so, viele wünschen sich dies haben aber vielleicht die Angst das das Web als Existenzgründung nicht so geeignet ist, dem möchte ich etwas entgegenbringen:
Geringe Einstiegskosten
Viele scheuen den Weg in die Selbstständigkeit aufgrund der hohen Kosten, wer einen Kredit von einer Bank für die Gründung benötigt, steht direkt von Anfang an in der Kreide. Im Web ist das etwas anders, denn die Einstiegskosten sind sehr gering. Es muss am anfang noch nicht mal ein teurer Server sein, vorerst reicht ein kleines Webspace-Paket aus und wenn genügend Besucher kommen und sich so langsam die Serverlast erhöht, bzw. der Traffic steigt, kann man immernoch auf einen eigenen Server wechseln, zumal die Besucher nun diesen durch ihren Besuch finanzieren.
Man kann vieles selbst erledigen
Mitarbeiter wollen bezahlt werden, gute Mitarbeiter müssen aber erstmal gefunden werden. Wer gute Programmierkenntnisse hat und ein wenig Ahnung in anderen Bereichen, der kann viele Mitarbeiter in einer Person bündeln. Es macht ja nichts wenn man selber in der Anfangsphase (oder auch noch später) die eingehenden Emails beantwortet und die Finanzen verwaltet und das man auch als Ein-Mann-Team erfolgreich sein kann, zeigt uns mit gutem Beispiel “Markus Frind” von Plentyoffish.org.
Enormes Potential
Durch die weltweite Vernetzung ist es möglich eine gigantische Anzahl an Kunden und Besuchern zu erhalten, Ländergrenzen sind kein Hindernis mehr. Wer eine gute Idee hat und den Nutzern weltweit einen Nutzen bietet, der kann eine enorme Anzahl an Besuchern erhalten.
Kein Ballast
Büroräume wollen finanziert werden, die monatliche Miete muss man bezahlen, technische Ausstattung kommt auch nicht von ungefährt. Eine Website läßt sich aber auf den heimischen Computer (man kann mittlerweile davon ausgehen das jeder Haushalt einen Computer besitzt) entwickeln, da fällt jegliche technische Ausstattung weg, ein Internetanschluss wäre aber ganz hilfreich. Dennoch, durch das Internet fallen viele belastende Elemente weg, zum Beispiel gibt es keine Lieferengpässe, man muss sich nicht mit Lieferanten rumstreiten und ist keinen Streiks ausgesetzt (usw…).
Natürlich gibt es auch negative Aspekte, diese findet man aber in allen Bereichen der Existenzgründung, zum Beispiel kann der Erfolg schonmal auf sich warten, denn wenn die Website nicht gerade enormes “virales Marketing”-Potential aufweist, muss sich die URL zur Website erstmal rumsprechen und das kann dauern. Ein Produkt, welches neu auf den Markt kommt, ist aber mit den gleichen Startproblemen belastet.
Wie seht ihr das? Seid ihr selbst auf dem Weg euch im Internet selbstständig zu machen oder habt ihr gute Argumente dagegen? Schreibt mir einfach einen Kommentar.
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7 Kommentare
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Hi,
aktuell kann ich es mir nicht leisten, mich wie auch immer selbstständig zu machen. Ich bin auf das regelmäßige Angestellten-Einkommen angewiesen. Trotzdem versuche ich natürlich, in der sehr knappen verbleibenden Zeit, meine Webpräsenz weiter voran zu bringen. Neben der schlichten Tatsache, daß es einfach Spaß macht, steht natürlich auch der Gedanke im Hintergrund, eventuell irgendwann mal einen etwas erleichterten Sprung in die Selbstständigkeit zu erreichen. Wer weiß schon, was morgen ist?
ich finde es eher bedenklich wenn der weg in die selbstständigkeit so einfach ist und man im prinzip nicht wirklich eine ausbildung vorweisen muss. ich kann nur von der situation aus österreich berichten: hier ist es so das wirtschaftsförderungs institute webdesign kurse (also dreamweaver basics usw., nichts aufregendes) anbieten und die meisten leute dann mit diesem wissen in die selbstständigkeit als webdesigner gehen. was hier bedenklich ist, dass sehr viel semi profis oder möchtegerns die gesamte branche in verruf bringen - durch schlecht arbeiten, unproffesionelles auftreten usw…
bei einem “normalen” handwerklichen gewerbe muss ein meister - also jemand der sehr viel erfahrung + prüfungenhat - angestellt sein. bei webdesign existenzgründung fällt das total weg und man kann nicht sicherstellen ob die qualitiät der ausgeübten selbstständigkeit dem branchenstandard entspricht.
klar tümpeln so mittelmäßig webdesigner eh nur mit kleinen aufträgen herum, trotzdem leidet die gesamte branche unter dem schlechten einfluss. in österreich wachsen diese webdsign ein mann firmen wie pilze aus dem boden, meistens berufsquereinsteiger mit umschulungen. ich habe nichts dagegen wenn sich ein designer oder entwickler selbstständig macht, ganz und gar nicht, aber es muss eben ein gewisser standard aufrecht erhalten werden.
Oh, hier besteht ein Missverständnis, ich sage nicht das man sich als Webdesigner selbstständig machen soll, sondern das man seine Webdesign-Kenntnisse nutzen soll um ein Projekt umzusetzen, also zum Beispiel einen Service anzubieten der erfolgsversprechend ist.
Stimmt, es geht wohl nicht primär um Selbstständigkeit als Webdesigner. Es geht wohl mehr um Selbstständigkeit im und durch das Internet. Insofern sind natürlich auch andere Dienstleistungen als Webdesign als Basis einer Selbstständigkeit denkbar.
Trotzdem: Webdesign als Grundlage zur Selbstständigkeit scheint eine Modeerscheinung zu sein. Und oft genug ist es wirklich so, wie Eric schreibt. Ein Schnellkurs in Dreamweaver und anschließende Selbstständigkeit ist ungefähr so sinnvoll wie ein Schnellkurs in MS Word und danach Arbeit als Computerfachmann. Dabei ist diesen Lehrinstituten i.d.R. noch nicht mal der Unterschied zwischen Webdesign und Screendesign bewusst. Diese Lehrmethoden sind ungefähr so, als würde ich Jemandem im Gebrauch eines Schraubenschlüssels unterrichten, und anschließend soll er als Automechaniker erfolgreich sein. Aber was will man erwarten? Oft genug ist es selbst in Firmen so, daß die Webseite mal eben vom Sohn des Chefs gemacht wird. Wieso sollte beispielsweise ausgerechnet das Arbeitsamt da anders denken? Webdesign, das ist Etwas, was sogar Kinder ohne Ausbildung können, also können wir Arbeitslose prima mal eben am Wochenende darauf schulen, anschließend sind sie selbstständig und raus aus der Arbeitslosenstatistik. Eine einfache Lösung. Und wenn es dann nicht funktioniert, dann ist eben die nächste Dot-com Blase geplatzt und bewiesen, daß das Internet für Firmen irrelevant ist. Und da das Internet für Firmen irrelevant ist, reicht es auch, wenn der Sohn des Chefs seinen Spieltrieb befriedigt und die Internetpräsenz gestaltet. Wie man sieht: Alles völlig logisch und selbsterklärend.
Sag ma Christian :)
du hast ja auch adsense geschaltet g…
klicken bei dir viele user auf die anzeigen?
Was hast du für eine Klickrate ?
sorry für doppelpost …
also guckt euch mal die website founder.de an. Herr Pott hatte früher mal ein Downloadshop den er 2 jahre nach der gründung an den avanquest konzern für 2.5millionen € verkauft hat. Mit seiner derzeitigen website hat er sicherlich auch erfolg.
oder kennt ihr die website mit den pixeln wo ein student 1pixel für einen $ verkauft hat?
mit dieser website hat er 1000000$ verdient… letztes jahr war das glaub ich :)
Hi Dawid,
genaue Klickraten werde ich hier nicht sagen, allerdings kann ich den Anhaltspunkt nennen das das Thema “Webdesign” sicherlich eines mit den geringsten Klickraten ist, dennoch kann ich meine Hostingkosten decken und das ist schonmal sehr angenehm.
Zudem denke ich das man mit einem einzelnen Blog wenn überhaupt erst nach langer Zeit viel Geld verdienen kann. Um erfolgreich im Web zu sein benötigt man eine Idee die noch niemand umgesetzt hat und die für sehr viele Menschen, am besten weltweit, einen großen Nutzen hat. Bestes Beispiel dürfte hier Google sein. Was auch noch enorm zum Erfolg beiträgt ist der Glaube an sich selbst: “Ich kann mich doch nicht mit Google vergleichen” , solche Aussagen sind kontraproduktiv, man muss seine Messlatte sehr hoch setzen um was großes zu erreichen.