Gott ist im Detail
Damit ein Webanwendung richtig gut wird, reicht es nicht sie einfach nur “fertigzustellen”, viel wichtiger ist die Konzentration auf die Details. Um eine Webanwendung online zu stellen, reicht meist ein Arbeitseinsatz von 60%, damit sollte das Projekt laufen und die gröbsten Fehler behoben sein. Allerdings sind die noch fehlenden 40% entscheidend, denn nur wenn eine Website zu 100% steht, wirkt sie seriös und qualitativ.
40% sind entscheidend
Die fehlenden 40% sind meist mit viel Arbeit verbunden und bringen nicht mehr den “Spass” welchen man noch am Anfang der Programmierung hatte. Dabei geht es um kleine Fehler finden, administrative Funktionalitäten programmieren (User hat sein Passwort vergessen, User möchte seinen Account deaktivieren) und rechtliche Absicherung (Impressum, AGB). Doch wie gesagt, ohne diese 40% hat eine Webanwendung eigentlich keine Chance, denn wenn das Projekt und die kleinen Mängel nicht sofort behoben werden, ist die Chance das dies später vom Programmierer erledigt wird, gering. Später ist man schon an der Programmierung weiterer Module und anderer Funktionalitäten, richtig rund wird das Webprojekt somit nie.
Das sollte jedem deutlich machen, das eine Webanwendung erstmal zu 100% stehen muss, bevor man sich an die weitere Programmierung begibt, doch wie kann man es vermeiden, das man am Ende der 60% von einem gewaltigen Berg an ungelösten Problemen erschlagen wird? Kurz gesagt: Iterative Programmierung.
Webanwendungen iterativ programmieren
Einen Ansatz, wie man ein Webprojekt iterativ programmiert wird, kann man in diesem Artikel finden: Webdesignprozess mit Iterationen. Dadurch das die Website iterativ aufgebaut wird, erschlägt man sich erstmal nicht mit Funktionalitäten. Man programmiert nicht so viel während den ersten 60% und demnach muss man auch nicht soviel “aufräumen” während der ersten 40%. In der zweiten Iterationsphase beginnt das Spiel von vorne, man programmiert wieder einen Stamm an Methoden und optimiert diesen während den letzten 40%, dieses Spiel kann man immer weitertreiben und durchgehend eine qualitative Webanwendung schaffen, deren Funktionalitäten mit der Zeit immer größer werden.
Ich komme recht gut mit dieser Herangehensweise zurecht und es macht mir viel mehr Spass weitere Funktionalitäten hinzuzuprogrammieren, wenn ich weiß, das der schon programmierte Part einwandfrei funktioniert.
Verwandte Artikel
- Zugänge für Suchmaschinen in eine Passwort-geschützte Webanwendung
- Webdesign Guide – Programmieren einer eigenen Web-Anwendung mit PHP, MySQL, Smarty, Pear, ModRewrite
- Projektübersicht
- Projektübersicht
- WordPress CMS als Revolution der Seitengenerierung
Sei der erste, der einen Kommentar abgibt
Tut mir leid, die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen.
