Keine Chance für MyStubz
MyStubz.com ist eine Community ähnlich StudiVZ, doch statt Studenten wird hier die Zielgruppe auf Schüler fokussiert. An sich natürlich nicht schlecht, musste diese Nische früher oder später doch auch gefüllt werden, doch was ein Pech das sich StudiVZ nicht mit den Studenten begnügt. Am 15.02. hat MyStubz seine Pforten geöffnet, am 14.02. (angeblich) hat das SchuelerVZ die seinigen geöffnet. Sowas dürfte wohl in die Kategorie “schlechtes Timing” fallen, StudiVZ promoted seinen neuen Dienst über die hauseigene, trafficstarke Website und dürfte damit wohl genug Promotion und Mundpropaganda in Gang bringen (prinzipiell trage ich diese Nachricht ja auch weiter).
An dieser (für myStubz) tragischen Geschichte gibt es nun zwei Aspekte die Website-Betreiber interessieren dürfte:
- Seit schneller als die Großen
- Seine eigenen Systeme wiederverwenden
Seit schneller als die Großen
Die Großen haben Geld und ein eingespieltes Team, wer also Ideen kopiert von amerikanischen Konzepten oder Ideen adaptiert, der sollte sich bewußtsein das diese Möglichkeit natürlich jeder hat der im Internet surft und ein wenig die Augen offen hält. Da lobe ich mir natürlich wieder die “uniquen” Ideen, die Konkurrenz ist bei diesen Ideen natürlich erstmal gleich null, denn die eigene Idee ist noch nicht verbreitet und nur wenigen zugänglich.
Seine eigenen Systeme wiederverwenden
Erfindet das Rad nicht neu! Wer einmal eine PHP-Engine hat, sollte auf Teufel komm raus versuchen diese wiederzuverwenden. Klar das das nicht immer möglich ist, aber wenn es im großen Stil nicht funktioniert, dann verwendet man halt Codeschnippsel oder einfach Teilimplementierungen (was ja seit PHP5 auch sehr gut unterstützt wird).
Derzeit sind einige Anwendungen im Netz die sich die Zielgruppe der Schüler greifen wollen. MyStubz sieht “Trendi” aus, StudiVZ hat die Promo-Macht, aber es gibt noch weitere, wie zum Beispiel Joinr (soweit ich weiß angelehnt an MySpace, bin aber selbst kein MySpace-Nutzer), die sich weiter fassen und nicht nur auf Schüler fokussiert sind. Es dürfte spannend werden im deutschen Web2.0, der Kampf um die Zielgruppe der Schüler hat begonnen…
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10 Kommentare
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Und noch dazu haben sie das recht weit verbreitete Template Internet Sharing von Luka Cvrk (http://www.solucija.com/templates/demo/Internet_Sharing/) benutzt…
Krass, gutes Auge!!
@Christian:
Der Link auf http://www.solucija.com steht doch im Footer der MyStubZ Seite, wofür braucht man da gute Augen?
@Georg:
Dass es im Footer vermerkt ist, hab ich danach auch gesehen. Ist ja auch an sich nichts verwerfliches, dafür sind die Templates ja da. Immerhin haben sie es nicht einfach ohne Vermerk übernommen.
Weil wir eigene Websites für die User anbieten sind wir eine Kopie von MySpace? :)
Man sollte die ganzen kleinen regionalen Netzwerke nicht vergessen. Denn als Schüler interessiert es mich doch mehr was in meiner Umgebung passiert.
Wenn man das ganze natürlich mit der Möglichkeit verknüpft Hausaufgaben oder Vorbereitungen auf Arbeiten zu tauschen, dann sieht das ganze schon anders aus.
Kann man irgendwo mit Geld verdienen, da sind alle ganz schnell dabei. Das von den StudiVZ’ler das SchuelerVZ kam, war gar zu befürchten. Wie du schon erwähnst, auf diesem Markt gibt es schon ein paar Mitbewerber, hier (http://www.karsten-wenzlaff.de/?p=187 und weitere Artikel) recht schön ausgeführt. Bleibt eigentlich nur zu hoffe das nicht die holtzbrink’sche Datenschleuder das Rennen macht sondern jemand der außer dickem Geldbeutel und schlechten Image wirklich was innovatives zu bieten hat.
Sehr guter Artikel, danke für den Link!!
wenn die betreiber gut sind, dann werden die es wohl schaffen an einem großen vorbei zu kommen. mittlerweile bietet das netz sehr viele möglichkeiten kostengünstig werbung zu machen. kreativität lautet hier das schlagwort
Mittlerweile gibt es Mystubz nicht mehr!