Websiteanalyse - Resourcen schonen durch Optimierung
Worum geht es in diesem Artikel - und worum nicht
An welchen Stellen kann man Resourcen einsparen, was muss man optimieren und wo findet der größte Verbrauch statt. Hier geht es nicht um die visuelle Optimierung und auch nicht um eine Erhöhung der Usability, es wird unter die eigene Website-Haube geschaut und aus dem Motor noch einiges rausgekitzelt.
Wann ist es Zeit zu optimieren
Startet man seine Website mit einem Standard Hostingpaket für 5 Euro, hat man reichlich Platz (ca. 1 GB Webspace) und ordentlich Traffic (um die 50 GB). Da packt man dann seine Software oder selbst zusammenprogrammierten Daten drauf und fängt an Content zu erstellen. Umso größer die Anzahl des Contents wird, umso mehr Besucher kommen auch und damit steigert sich dann auch der Trafficverbrauch.
Während man anfangs noch Traffic en mass hat, sinkt der Puffer immer mehr. Doch man muss sich nicht nach einem größeren Webspace Paket umschauen, meist reichen schon einige kleine Optimierungen.
Die Analyse
- unkomprimierte Bilder - bei jedem Benutzer müssen die Bilder voll übertragen werden, wenn jetzt jeder Artikel ein Bild oder sogar mehrere hat, dann erzeugt das viel Traffic. Man sollte die Bilder kleiner gestalten oder Thumbnails anzeigen, die das große Bild bei einem Klick anzeigen
- unnötige Daten - gerade in Blogs sieht man unnötige Daten sehr oft. Damit ist die Startseite gemeint und die ersten 10 - 20 Beiträge. Mehr als 10 Beiträge ist zuviel, es werden ja auch immer die Daten der alten Beiträge übertragen, bei jedem Besucher! In Kombination mit Punkt 1 ist das pure Verschwendung.
- Häufiger Zugriff auf die Datenbank - Allerhand Daten werden angezeigt: letzte Kommentare, themenverwandte Artikel, Zufallsartikel, usw. All dies ist nur durch einen Zugriff auf die Datenbank möglich und der kostet wieder. Das heißt nicht das man auf diese Elemente verzichten soll, aber man sollte prüfen (mit einem guten Analysetool) ob diese Links Sinn machen und den Erfolg der Website vorantreiben. Ich zeige im Webdesignblog in der rechten Spalte die Kommentare an und erhoffe mir dadurch einen verbesserten Communityeffekt
Welche Punkte treffen auf deine Website zu und müssen dringenst überarbeitet werden? Schaue dir jede Seite an (natürlich nur die, die vom Aufbau unterschiedlich sind) und entscheide auf was du verzichten kannst, denn so ist es leider bei der Optimierung, man muss verzichten.
Die Entscheidung
Das mit dem verzichten hört sich härter an als es ist, viele Bereiche sind überflüßig und sind nur Trafficfresser, diese muss man finden und entfernen. Allerdings ist das immer von Website zu Website verschieden, ein Shop der seine Produkte mit hochwertigen und qualitativen Bildern präsentiert, sollte dort nicht sparen, aber vielleicht anstelle von allen 13 Bewertungen immer nur die aktuellsten 2 anzeigen und darunter einen Link zu den älteren (so wie es amazon auch macht).
Die Testphase
Meistens benutzt der Webmaster seine eigene Website ganz anders als der Besucher und entfernt eventuell ein Element welches nicht hätte entfernt werden dürfen. Daher ist die Umstellung etappenweise vorzunehmen: ein Element verändern/entfernen und dann am besten eine Woche abwarten, sollte es keine negativen Auswirkungen auf die Einnahmen und die Besucherzahlen haben (oder auf etliche andere Faktoren) und der Trafficverbrauch gesunken ist, war die Entscheidung richtig.
Schwer wiegende Entscheidungen
Ist die Website nun bis zur Perfektion optimiert und läßt sich nichts mehr rausholen, kann man immernoch weiter optimieren, dafür ist aber ein größerer Schritt nötig - der Einsatz eines Cache. Dieser verhindert das die Webseiten bei jedem Besucher ständig neu erstellt werden muss und schont dadurch enorm die Resourcen.
Cache Einsatz für die Website:
- PHP-Tutorial -> Verwendung des Pear-Cache
- Theoretischer Ansatz zum Caching (englisch)
- Wordpress 2.0 - Hat ein Caching-System integriert
Im Artikel Blogtuning von Basicthinking beschreibt Robert Basic 5 Schritte die er betrieben hat um seinen Blog zu optimieren, dies brachte mich auf die Idee zu diesem Artikel.
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6 Kommentare
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“10 statt 20 Artikel auf Startseite” = Wie immer, alles ist eine Abwägung. Seitens Wordpress DB Performance ist der Unterschied zwischen 10 und 20 Artikeln marginal. Zudem musst Du bedenken, wenn Du viele Artikel schreibst, so daß wiederkehrende Leser - ohne RSS - uU einige Artikel verpassen würden, wenn diese von der Startseite wegrutschen. Ich kann mit 10 nichts anfangen, war lange Zeit auf der 25er Einstellung. Das muss man ganz nach Leserverhalten, Onlinezugang der Leser, Artikelfrequenz und Perfomance abwägen.
Da magst du recht haben, vorallem in den Archiven ist es nervig wenn nur sehr wenig Artikel angezeigt werden und man immer weiterklicken muss. Ich verwende im Webdesignblog 10 Artikel ich werde dazu mal eine Umfrage machen, wieviele Artikel die User gerne auf der Übersichtsseite hätten.
Ich habe die inperformante Programmierung ein wenig weiter erkläutert:
http://www.jahlabs.de/blog/wordpress-ist-inperformant/
Viel Spaß ;)
Hey Björn, vielen dank für den Linkhinweis, hab ihn direkt mal im Artikel übernommen!
P.S. Das Design von http://www.nsane.de/ ist sehr gelungen, ich werd mir bald auch mal ein Design im Silent Hill style basteln, mal sehen wies wird.
Hallo CHristian,
danke, finde ich echt klasse von dir :)
und schön, dass dir das Design gefällt. Aber ja, ich weiß, die Basis sind blinde Tabellen … aber egal :)
Ich konnte CSS und den Krams vor 1 oder 2 Jahren noch nicht, und nun, für die paar Besucher die da täglich sind, nochmal alles umschreiben, neeeeee :D
Aber freut mich sehr :) Noch nen schönen Abend
Ja, da haste recht, das lohnt sich nicht und ist auch absolut nicht nötig! Genausowenig wie man tabellarische Daten nicht mit CSS ausgeben sollte, man muss die verwendeten Mittel ja auch immer rechtfertigen können.